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Projektwoche
Brennstoffzelle
Wir stellen uns
vor
Die Projektwoche "Brennstoffzelle" ist ein Projekt der
beider Fachoberschulklassen der Beruflichen Schule in Gaarden, Kiel. Die
Gruppe für die Präsentation der Funktion der Brennstoffzelle, die auch für
diese Webseite verantwortlich ist, besteht aus:
| Planung: |
Andreas Matschinke |
| Inhalt und Gestaltung: |
Christian Waudick, Jürgen Riehn |
| HTML Programmierung: |
Daniel Pieper |
| Internet-Recherchen: |
Justin Fox, Meinert Ingwers |
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| Korrektur und Ergänzung: |
Stephan Rexilius |
Einleitung
Brennstoffzellen sind elektrochemische Systeme, die chemische Energie
von Oxidationsprozessen direkt in elektrische Energie umsetzen. Das
Funktionsprinzip ist dem der Batterie ähnlich. Der wesentliche Unterschied
ist, dass die Energie nicht in den Elektroden gespeichert ist, sondern in
einem externen Tank gelagert wird. Die Technologie der Brennstoffzellen
wurde bereits vor mehr als 160 Jahren erfunden. Sie findet
z.B. Anwendung in Kraft-Wärme-Kopplungssystemen für die Bereitstellung von
elektrischer und thermischer Energie und als Stromquelle für elektrische
Fahrzeuge (im Unterschied zu batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen können
brennstoffzellenbetriebene Fahrzeuge die Vorteile von vergleichbaren
Leistungsdichten und Reichweiten von Kraftfahrzeugen mit
Verbrennungsmotor aufweisen).
Fortschritte in den Materialwissenschaften der letzten Jahrzehnte
auf dem Gebiet der Brennstoffzelle haben dazu geführt, dass
Elektrofahrzeuge mit Brennstoffzellentechnologie höhere Reichweiten und
Leistungen erreichen als die Fahrzeuge, die mit konventionellen Batterien
betrieben werden.
So ergeben sich neben einem hohen Wirkungsgrad, einem modularen Aufbau,
einer hohe Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit noch viele weitere
interessante vorteilhafte Faktoren wie:
| Strategische Vorteile |
Aufgrund der Flexibilität des eingesetzten
Brennstoffes - sowohl fossile Primärenergieträger als auch
erneuerbare Sekundärenergieträger können verwendet werden -
vermindert sich die Abhängigkeit an importierten
Rohölprodukten
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| Umweltfaktoren |
Der emissionsfreie und gefahrlose Betrieb von
Brennstoffzellenanlagen; die Reduktion von Lärmquellen sowohl bei
stationären als auch bei mobilen Systemen; (etwaige Beschädigungen
durch Unfälle beschränken sich auf die Anlage selbst); nahezu
unerschöpfliche Energievorkommen
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| Wirtschaftliche / Soziale Faktoren |
Durch den Einsatz von dezentralen Leistungseinheiten werden auch
niedrigere Investitionskosten pro Projekt erzielt. Dies bringt
Vorteile bei der Finanzplanung im Vergleich zu den traditionellen
zentralen Kraftwerken. Die Öffnung von neuen Märkten, wobei die
ersten Investoren auch die größten Marktanteile erhalten werden.
Brennstoffzellenkomponenten können zum Großteil recycelt werden.
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Die Geschichte der
Brennstoffzelle
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Im Jahre 1839 wurde die Brennstoffzelle "erfunden".
Der in Swansea, Wales, geborene Jurist und Physiker Sir William
Robert Grove (1811-1896) experimentierte zu dieser Zeit mit der
Elektrolyse von Wasser zu Wasserstoff und Sauerstoff und stellte
fest, dass sich dieser Prozess auch umkehren ließ. Schon bald
stellte er eine "galvanische Gasbatterie" vor, die durch sogenannte
kalte Verbrennung von Wasserstoff und Sauerstoff eine Spannung
erzeugen konnte.
Diese Brennstoffzelle bestand aus zwei
Platinelektroden, die in verdünnte Schwefelsäure getaucht wurden. An
die Elektroden wurden Wasserstoff und Sauerstoff geleitet. Da aber
die Spannung und der Strom der Brennstoffzelle zu gering waren,
konnte sich die Brennstoffzelle nicht gegen Erfindungen wie den
Elektrodynamo oder den Verbrennungsmotor durchsetzen.
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Wilhelm Ostwald (1853-1932), Direktor des ersten Lehrstuhls für
physikalische Chemie in Leipzig, erkannte jedoch schon 1887 das Potenzial
von Groves Brennstoffzelle: "Haben wir ein galvanisches Element, welches
aus Kohle und dem Sauerstoff der Luft unmittelbar elektrische Energie
liefert [...], dann stehen wir vor einer technischen Umwälzung, gegen
welche die bei der Erfindung der Dampfmaschine verschwinden muss. Denken
wir nur, wie [...] sich das Aussehen unserer Industrieorte ändern wird!
Kein Rauch, kein Ruß, keine Dampfmaschine, ja kein Feuer mehr..."
Seine Theorien bescheinigten der
Brennstoffzelle einen Wirkungsgrad von bis zu 83% und lösten in den
ersten 20 Jahren des 20. Jahrhunderts eine Welle von
Konstruktionsvorschlägen aus. Die technische Entwicklung machte zu
der damaligen Zeit jedoch keine großen Fortschritte, da man vor
unlösbaren Werkstoffproblemen stand. Außerdem war die Wissenschaft
noch nicht in der Lage, alle chemischen Vorgänge der Brennstoffzelle
vollständig zu klären. Erste technische Verbesserungen der 20er
Jahre, mit denen man u.a. die Korrosion der Elektroden in den Griff
bekam, brachten Fortschritte. In den 60er Jahren wurde erstmals eine
Brennstoffzelle an Bord von Satelliten des amerikanischen
Raumfahrtprogramms und später sogar beim Apollo Mondflug eingesetzt.
Kosten und der extreme Reinheitsgrad der benötigten Gasse spielten
hierbei keine Rolle.
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Aufbau einer Brennstoffzelle
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Grundstock des Ganzen ist das galvanische Element (Bezeichnung für
eine elektrochemische Halbzelle, in der die freie Energie eines chemischen
Vorgangs in freie elektrische Energie umgewandelt wird). Galvanische
Elemente sind unterteilbar in:
- nicht regenerierbare Primärelemente wie Batterien
- regenerierbare Sekundärelemente wie Akkumulatoren (wieder aufladbar)
- Brennstoffzellen, bei denen die reagierenden Substanzen während der Reaktion zu
und die Oxidationsprodukte abgeleitet werden,
wodurch eine kontinuierliche Spannungserzeugung möglich ist. Die
Brennstoffzelle ist ein galvanisches Element, in dem durch
elektrochemische Oxidation einer leicht zu oxidierenden Substanz (z.B.
Wasserstoff, Methanol) mit Sauerstoff („elektrochemische Verbrennung“)
elektrische Energie gewonnen wird.
Sie besteht aus zwei
katalytisch wirksamen, porösen und deshalb für die Reaktionsprodukte
durchlässigen Metallelektroden (Platin, Nickel) oder metallbeschichteten
Kohleelektroden, zwischen denen sich ein Elektrolyt befindet (Phosphor-
bzw. Schwefelsäure, Kalilauge, Salzschmelzen aus Alkalicarbonaten oder
Alkalichloriden, ionenleitende keramische Feststoffe oder Polymere).
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Funktionsweise der
Polymer-Elektrolyt-Membran-Brennstoffzelle (PEM-BZ)
Das bekannteste Beispiel für eine Brennstoffzelle ist die mit
Wasserstoff und Sauerstoff betriebene PEM-BZ (englisch: PEM-FC Polymere Electrolyt Membrane Fuel Cell),
oft fälschlicherweise als Knallgaszelle bezeichnet, mit Nafion als Membranmaterial.
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Sie gehört zu den Niedertemperatur-BZ.
Von außen wird unter Druck kontinuierlich Wasserstoff (H2) an
die „Brennstoffelektrode“ (Anode), Sauerstoff (O2) an
die „Oxidatorelektrode“ (Kathode) geführt. Die Wasserstoffmoleküle
werden an der Anode in Wasserstoffionen (Protonen, H+) u. Elektronen
(e-) zerlegt: 2 H2 => 4 H+ + 4 e- |
Die Protonen wandern durch den Elektrolyten zur Kathode. Die Kathode
wird durch Aufnahme der Protonen positiv gegenüber der Anode:O2 + 4 H+ Es
entsteht so zwischen den beiden Elektroden eine Spannung von etwa 1 Volt.
Verbindet man beide Elektroden über einen äußeren Stromkreis, an dem ein
elektrischer Verbraucher (z.B. Glühlampe oder Propeller) angeschlossen
sein kann, so wandern die Elektronen über diesen von der Anode zur Kathode
und leisten dabei elektrische Arbeit.
An der Kathode verbinden
sich die Sauerstoffatome mit den Elektronen zu Sauerstoffionen. Die
Sauerstoffionen können sich nun mit den Protonen verbinden, so dass H2O
(Wasser) entsteht.Die Gesamtreaktion 2H2 + O2 => 2H2O + Energieentspricht
der Knallgasreaktion, die durch räumliche Trennung von Oxidation des H2
und Reduktion des O2 in kontrollierter Form stattfindet. Aufgrund der
geringen Spannung (1V), die eine einzelne Brennstoffzelle liefert, müssen
mehrere Brennstoffzellen zu einer Brennstoffzellen-Batterie (Stack) in
Reihe geschaltet werden.
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Anwendungsgebiete
Hier unterscheiden wir zwischen mobilen und stationären Anlagen. Unter
mobile Anwendungsgebiete fällt die Forschung für Energiequellen für
Laptops, Handys, Autos, Busse, usw.. Stationäre Anlagen sind z.B.
Heizkraftwerke.
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Mercedes Benz rüstet seit geraumer Zeit einige A-Klasse Modelle
mit der Brennstoffzelle aus. Im Gegensatz zu BMW wird hier ein
Elektromotor zum Antrieb verwendet. BMW verfolgt mit ihrem Modell
eine andere Richtung. Der Wasserstoff wird hier in gekühlter Form
(nahe des absoluten Nullpunktes) mitgeführt und nur die
Bordelektronik von der Brennstoffzelle versorgt. Der Motor ist ein
Wasserstoffverbrennungsmotor. Somit kann eine erheblich höhere
Leistung (bis zu 260 PS) erzielt werden - damit der Fahrspaß nicht
vergeht :-) |
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Toshiba plant die Markteinführung von verschiedenen tragbaren
elektronischen Geräten für das Jahr 2004. Wie die Kyodo News
berichten, sieht Toshiba seine Direkt-Methanol-Brennstoffzelle in
der Nähe der Serienreife. Mit einer Methanol-Patrone erreicht ein
heutiges Notebook damit eine Betriebszeit von 10 Stunden. Nach dem
Wechsel der Patrone ist das Notebook sofort wieder 10 Stunden
betriebsbereit.
Toshiba sieht darin große Vorteile vor allem für Anwender, die
viel reisen. Folgerichtig hat sich Toshiba bereits mit den
Verantwortlichen für die Flugsicherheit über den als unbedenklich
eingestuften Transport von Methanol-Patronen im Flugzeug
abgesprochen.
(Quelle: Forum-Brennstoffzelle)
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